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Dortmund (GER) - Jetzt hat es beim Sparkassen Chess-Meeting auch den letzten Ungeschlagenen erwischt. Shakhriyar Mamedyarov unterlag in einer hochklassigen Partie Ruslan Ponomariov. Der ukrainische FIDE-Weltmeister von 2002 konnte als Weißer ein materiell zwar gleiches, aber positionell für ihn sehr vorteilhaftes, Endspiel herbeiführen, in welchem der Aseri nach 51 Zügen bei noch immer gleichem Material entnervt die Waffen streckte. Somit ist klar, dass Ponomariov wieder die alleinige Führung inne hat, aber ein weiterer Teilnehmer machte heute besonders auf sich aufmerksam. Liem Quang Le konnte seine zweite Partie in Serie gewinnen und das mit den schwarzen Steinen gegen einen der solidesten Spieler der Welt, nämlich Peter Leko. Somit liegt der Vietnamese bei seinem ersten Top Turnier nach fünf Runden punktgleich mit Mamedyarov auf dem geteilten zweiten Rang. Bei dem Hin und Her an der Tabellenspitze bot sich sowohl für Vladimir Kramnik als auch seinem heutigen Gegner Arkadij Naiditsch die Gelegenheit, mit einem Sieg Boden gut zu machen. Zum Leidwesen des Deutschen, war es der 14. Weltmeister, der letztlich den vollen Punkt einfuhr und so seine Chancen auf den zehnten Titel in Dortmund verbesserte.
Leko – Le 0:1
Ponomariov – Mamedyarov 1:0
Kramnik – Naiditsch 1:0
In der sechsten Runde (Mittwoch) wird es zu den folgenden Begegnungen kommen:
Leko – Ponomariov
Le – Kramnik
Mamedyarov – Naiditsch
Einen besonderen Leckerbissen haben die Veranstalter des Chess-Meetings für den morgigen Ruhetag angekündigt. Ab 15:00 Uhr wird es in der Hauptstelle der Sparkasse Dortmund, Freistuhl (Gegenüber vom Hbf) eine Autogrammstunde mit allen Spielern geben. Es lohnt sich, dort pünktlich zu erscheinen, denn vor Beginn werden nummerierte Poster verteilt, auf welchen man sich die Signaturen holen kann. Nach der Aktion werden dann von der Sparkasse Dortmund unter allen Nummern ein iPod-Touch und neun iPod-Shuffle verlost.
Die Bedenkzeit in Dortmund beträgt 100 Minuten/40 Züge + 50 Minuten/20 Züge + 15 Minuten + 30 Sekunden/Zug ab dem erstem Zug. Rundenstart ist täglich um 15:00 Uhr. Die letzte Runde wird bereits um 13:00 Uhr beginnen. Die Live-Übertragung ins Internet erfolgt mit einer Verzögerung von 15 Minuten. Neben diesem Versuch, so einen möglichen Betrug zu verhindern, wird erstmals auch konsequent die berüchtigte "Sofia-Regel" angewendet. Demnach ist es den Spielern untersagt, ohne Absprache mit dem Schiedsrichter, ein Remis zu vereinbaren.
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Partien zum Nachspielen und Downloaden
Offizielle Turnierseite
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Ruslan Ponomariov und Sekundant Zahar Efimenko kommen zur 5. Runde |
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Peter Leko kam mit Gattin Sofia |
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Arkadij Naiditsch kam solo ... |
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... und sein Gegner Vladimir Kramnik wirkte vorab schon sehr entschlossen |
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Spitze zurückerobert - Ruslan Ponomariov |
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Erste Niederlage für Shakhriyar Mamedyarov |
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Chic und gefährlich! - Liem Quang Le |
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GM Sebastian Siebrecht führte den ersten Zug für Vladimir Kramnik gegen Arkadij Naiditsch aus. Es sollte dem Deutschen leider kein gutes Omen sein. |
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Ausgerechnet gegen die deutsche Nummer 1 landete Kramnik seinen ersten Sieg |
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Schmerzhafte Niederlage für Peter Leko gegen Liem Quang Le |
Bilder von Georgios Souleidis / © Offizielle Turnierseite
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Biel (SUI) - Bereits seit dem 17. Juli läuft das 43. International Chess Festival Biel, doch erst heute startete mit dem Youngstars-Großmeisterturnier die Hauptattraktion des Events. Am Start sind die aktuell zehn besten Nachwuchsspieler der Welt, also all jene, die es auf kurz oder lang Magnus Carlsen gleichtun und in die absolute Weltspitze vorstoßen wollen. Gespielt wird ein Rundenturnier mit der fast schon nostalgischen Bedenkzeit 2h/40 Züge + 1h/20 Züge + 30 Minuten für den Rest der Partie. Der Altersdurchschnitt liegt bei knapp 19 Jahren und der Eloschnitt bei 2658, was die starke Turnierkategorie 17 bedeutet.
Nach der heutigen ersten Runde haben sich der Philippiner Wesley So und der Israeli Maxim Rodhstein an die Spitze gesetzt. Letzterer gehört mit seinen 21 Jahren zu den Senioren im Turnier und konnte sich mit einer raffinierten Falle gegen den Inder Parimarjan Negi durchsetzen. Wesley So seinerseits zeigte gegen David Howell mit den schwarzen Steinen eine starke Leistung und besiegte den Briten. Die weiteren Begegnungen endeten gerecht im Remishafen, wobei das Unentschieden zwischen dem Franzosen Maxime Vachier Lagrave und dem Italiener Fabiano Caruana die meiste Spannung erzeugte. Kurz vor dem Ende der Partie sah es so aus, als würde Caruana den Bieler Vorjahressieger und amtierenden Juniorenweltmeister in einem finalen Mattangriff niederringen, aber beide hatten völlig korrekt vorausberechnet, dass es nur zu einem Dauerschach reichte.
Andreikin – Nguyen ½:½
Rodhstein – Negi 1:0
Howell – So 0:1
Giri – Tomashevsky ½:½
Vachier Lagrave – Caruana ½:½
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Alexandra Kosteniuk |
Neben diesem tollen Turnier wird das Festival von mehreren kleineren und größeren Veranstaltungen geschmückt. Bis zum 30. Juli findet ein elfrundiges Meisterturnier für Spieler mit einer Elo über 2000 statt und ab dem 21. Juli startet das neunrundige Allgemeine Turnier für Jedermann. Neben zahlreichen weiteren Turnieren, wurde auch die Swiss Chess960 Championship ausgetragen. Gespielt wurden 7 Runden, natürlich mit Schweizer System, und die Bedenkzeit betrug 15 Minuten plus 5 Sekunden pro Zug. Mit am Start unter den 35 Teilnehmern war auch die amtierende Chess960-Weltmeisterin Alexandra Kosteniuk. Sie wurde letztlich knapp nach Wertung von GM Michael Roiz auf den zweiten Rang verwiesen, doch dank ihres Schweizer Passes darf sie sich nun Schweizer Chess960-Meister (sowohl der Frauen, als auch der Männer!) nennen. Das nächste Mal wird Kosteniuk das "neue Schach" übrigens am 06. August bei der Chess Classic Mainz 2010 in einem Simultan gegen 20 Gegner spielen.
Endstand Swiss Chess960 Championship
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St. Louis (USA) - Hochspannung vor den Schlussrunden der Women's Closed Championships 2010 und Juniors Closed Championships 2010 in den Vereinigten Staaten. Bei den Frauen führt weiterhin Titelverteidigerin Anna Zatonskih, aber nachdem sie in der achten Runde gegen Tatev Abrahamyan nicht über ein Remis hinaus kam, muss sie sich den Platz an der Sonne mit Irina Krush teilen. Am 17. Juli feierte Zatonskih ihren 32. Geburtstag, doch den Turniersieg wird ihr Krush sicherlich nicht schenken. Gut möglich, dass es zum Tie-Break um den Titel kommen wird. Bei den Junioren sieht es eher nach einer klaren Entscheidung ohne Verlängerung aus. Vorjahressieger Ray Robson hat eine Runde vor dem Ende einen halben Zähler Vorsprung auf Parker Zhao und steht damit unmittelbar vor der Verteidigung seines Titels.
In beiden Turnieren wird die Bedenkzeit 90 Minuten/40 Züge + 30 Minuten + 30 Sekunden/Zug ab dem erstem Zug gespielt. Rundenstart ist immer um 21:00 Uhr unserer Zeit, also 14:00 Uhr lokal. Sollten Tie-Breaks nötig sein, werden diese am 20. Juli ab 17:00 Uhr unserer Zeit ausgetragen.
Weitere Fakten, Bilder, Videos und mehr finden sich auf der offiziellen Turnierseite.
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Partien zum Nachspielen und Downloaden
Partien zum Nachspielen und Downloaden
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Anna Zatonskih |
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Irina Krush |
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Ray Robson |
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Parker Zhao |
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Happy Birthday, Anna! |
Bilder © Offizielle Turnierseite
Toronto (CAN) - Mit starken 8/9 hat GM Luke McShane die Canadian Open Chess Championship 2010 gewonnen. Von Beginn an hatte der Brite dem Turnier seinen Stempel aufgedrückt und letztlich verdient mit einem halben Zähler Vorsprung auf den zweitplatzierten Kanadier IM Nikolay Noritsyn triumphiert. Rang 3 geht nach Wertung an GM Merab Gagunashvili, punktgleich vor GM Alexander Shabalov, GM Vladimir Malaniuk und FM John C. (Jack) Yoos. Letzterer machte in der Schlussrunde von sich reden, als er mit GM Pentala Harkrishna den elostärksten Teilnehmer des Turniers auf die Bretter schickte. Der Inder landete somit nur auf dem enttäuschenden 23. Rang und wird einige Elopunkte in Toronto lassen.
Offizielle Turnierseite
Top 10 Canadian Open 2010
Endstand
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Name |
Titel |
Rating |
Punkte |
| 1. |
Luke McShane |
GM |
2624 |
8.0 |
| 2. |
Nikolay
Noritsyn |
IM |
2536 |
7.5 |
| 3. |
Merab
Gagunashvili |
GM |
2596 |
7.0 |
| 4. |
Alexander Shabalov |
GM |
2578 |
7.0 |
| 5. |
Vladimir
Malaniuk |
GM |
2551 |
7.0 |
| 6. |
John C. Yoos |
FM |
2461 |
7.0 |
| 7. |
Eduardas
Rozentalis |
GM |
2631 |
6.5 |
| 8. |
Leonid Gerzhoy |
IM |
2630 |
6.5 |
| 9. |
Artiom Samsonkin |
IM |
2609 |
6.5 |
| 10. |
Tomas Krnan |
IM
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2484 |
6.5 |
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262 Teilnehmer |
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Dresden - Vom 10. bis 18. Juli fand in der Landeshauptstadt des Freistaates Sachsen das 19. ZMDI Open 2010 statt und gewonnen wurde es von der deutschen Nummer 2 Georg Meier. Gespielt wurde traditionell ein neunrundiges "Swiss-K.O.-System". Das bedeutet, dass sich das Turnier nach der ersten Runde in zwei Hälften teilte. Die Sieger kamen in die nächste K.O.-Runde, während die Verlierer die Basis für ein normales Schweizer System-Turnier bildeten. So ging es bis zum Ende. Wer verlor, musste (mitsamt der bis dahin erzielten Punkte) in das "normale" Turnier und die Sieger kämpften weiter um den Hauptpreis, immerhin 2.500,- Euro. Letztlich bleiben von den insgesamt 153 Teilnehmern nur noch der Deutsche Georg Meier und der Iraner Ehsan Ghaem-Maghami übrig. Im Tie-Break schließlich konnte sich Meier klar durchsetzen und siegte völlig verdient. Alle weiteren Informationen, Berichte von Laura Jordan und auch Partien finden sich auf der offiziellen Turnierseite.
Sollten Sie, werter Leser, News, Bilder, Wünsche, Anregungen, Korrekturen oder Kritik das "Aktuelle Tagesschach" betreffend haben, können Sie uns diese herzlich gerne unserem Redakteur Mike Rosa an die folgende Adresse mailen: Mike.Rosa@chesstigers.de
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